Bernhardiner – 10 Dinge, die du wissen solltest!

5. April 2021 0 Von Jenny
Foto: Insa Osterhagen auf Pixabay

Du hättest gern einen liebevollen und treuen Wegbegleiter, der sich immer freut, wenn er dich sieht und dich herzlich begrüßt? Einer, der immer für dich da ist und dir zuhört, wenn du es brauchst? Dann ist der Bernhardiner genau der richtige Hund für dich!

Vielleicht kennst du ja auch die Filme Beethoven oder Bodyguard. In beiden kommen Bernhardiner Hunde vor und zeigen ihr Wesen als liebevoll und lernfreudig. Zudem hat der Berhardiner auch ein sehr schönes Fell und sieht einfach zum Knuddeln aus. Vielleicht diehst du das genauso und überlegst dir jetzt, einen Bernhardiner ein neues Zuhause bei dir zu geben.

Eine schöne Idee, aber bevor du dich für den Bernhardiner entscheidest, solltest du dich vorab über alle wichtigen Dinge dieser Hunderasse informieren, denn so ein großer Hund braucht viel mehr als nur Kuscheleinheiten. Das solltest du bedenken!

Aber damit du auch alles über den Bernhardiner weißt, zeige ich dir in diesem Artikel die 10 wichtigsten Dinge, die du zu dieser Hunderasse wissen solltest, bevor du dich für diesen entscheidest. Denn er sollte ja auch zu dir und deinem Leben passen, denn sonst tust du dir selbst und auch deinem neuen Bernhardiner keinen Gefallen.

Nach diesem Artikel wirst du aber einen guten Überblick darüber haben, ob der Bernhardiner zu dir passt und natürlich zu deinen Lebensverhältnissen!

Inhaltsverzeichnis  
1. Der Ursprung des Bernhardiners
2. Aussehen des Bernhardiners
3. Charakter des Bernhardiners
4. Erziehung des Bernhardiners
5. Haltung des Bernhardiners
6. Ernährung des Bernhardiners
7. Pflege des Bernhardiners
8. Krankheiten des Bernhardiners
9. Bernhardiner als Familienhund
10. Kosten des Bernhardiners
Fazit

1.Der Ursprung des Bernhardiners

Es wird vermutet, dass sich Mönche bereits Ende des 17ten Jahrhunderts Hunde zur Unterstützung genommen hatten.

Der Name Bernhardiner entstammt von den Hunden des Hospizes auf dem großen St. Bernhard.

Die damaligen Hunde hatten mit ihrem Aussehen aber nichts mehr mit dem heutigen Bernhardiner zu tun. Das Aussehen des damaligen Bernhardiners änderte sich ständig und der langhaarige Bernhardiner stabilisierte sich erst im 19 Jahrhunder.

In Deutschland wurde aus dieser damaligen Rasse ein Alpenhund gezüchtet, der bei der Lawinensuche helfen sollte.

Der Bernhardiner „Barry“ rettete angeblich 40 Menschen bei der Lawinensuche.

Quelle: Bernhardiner – Wikipedia

Aufgrund seiner Masse wird er heutzutage nur noch vereinzelt für die Lawinensuche eingesetzt. Dafür ist er immer mehr als Haushund zu finden aufgrund seines tollen Wesens.

2. Aussehen des Bernhardiners

Foto: Daniel Borker auf Pixabay

Du hast mit Sicherheit schon einmal einen Bernhardiner gesehen. Entweder beim Spaziergang oder in deiner Nachbarschaft und wenn nicht da, dann vielleicht in einem Film wie Beethoven. Den kennst du mit Sicherheit.

Aber natürlich sehen nicht alle Bernhardiner so aus, wie in dem Film, sondern zeigen auch einige Unterschiede, die ich dir in der nachfolgenden Tabelle gerne zeigen möchte:

FellfarbeRot, rotbraun, gelbbraun oder braun, immer mit weißen Flecken, die meist an der Nase, Nacken, Brust, Pfoten und Schwanzspitze zeigen;
GrößeAusgewachsen erreicht der Bernhardiner eine Widerristhöhe von 65-90cm
Gewicht60-90kg
FellHeutzutage meist nur noch glattes langes Fellhaar, an dem Schwanz und den Hinterbeinen hat er buscheliges Fell

Wie du erkennen kannst, handelt es sich bei dem Bernhardiner um einen recht großen und kräftigen Hund. Das heißt, das du das bei deiner Wahl beachten solltest, denn wenn du nicht genug Kraft hast, den Bernhardiner beim Spaziergehen zu halten, falls er mal an der Leine zieht, dann könnte das zu einem Problem werden.

Auf der anderen Seite ist der Bernhardiner wirklich ein Hund mit einem sehr schönen Aussehen und ehrlich gesagt, finde ich große Hunde als Begleiter schöner, aber das ist Ansichtssache und jeder hat da seine Vorlieben!

3. Charakter des Bernhardiners

Der Bernhardiner ist ein sanftmütiger, geduldiger und liebevoller Hund.

Aber bitte beachte, dass er neben der Sanftmütigkeit und Geduldigkeit auch ein Hund ist, der auch mal dickköpfig sein kann, wenn er seinen Willen durchsetzen will.

Außerdem sind sie sehr intelligente Hunde, was aber auch heißt, dass sie sehr schnell etwas von dir lernen können.

Der Bernhardiner hat ein ruhiges Gemüt.

Quelle: Bernhardiner – Wikipedia

Durch seine ruhige Art legt er sich auch gern einfach mal zu dir, wenn du es dir auf der Couch gemütlich machst. Er faulenzt auch gern und ist daher auch nicht geeignet, wenn du ihn mal mit zum Joggen nehmen möchtest.

4. Erziehung des Bernhardiners

Wie du ja jetzt bereits weißt, ist der Bernhardiner ein sehr massiger und dadurch auch schwerer Hund, der aber auch viel Kraft hat.

Der Bernhardiner sollte bereits in jungen Welpenjahren gut erzogen werden.

Und gerade das ist immens wichtig und solltest du auch umsetzen! Denn stell dir mal vor, du gehst mit deinem ausgewachsenen Bernhardiner spazieren, er sieht einen Artgenossen und rennt einfach los, weil er auf deine Kommandos nicht hört. Bei der Kraft, die der Bernhardiner hat, könntest du ihn dann sehr wahrscheinlich gar nicht halten.

Daher solltest du ihm die Kommandos wie Sitz, Platz, bei Fuß und weitere mit Hilfe der positiven Verstärkung im Welpenalter bereits lernen. Also mit viel Lob und auch mal mit Leckerlies, aber bitte nicht mit Kritik, denn dann verliert er schnell seine Lust und Motivation. Das wäre einfach fehl am Platz.

Wenn ihr beide motiviert seid und Spaß daran habt, dann klappt das viel besser! Aber auch die gelernten Kommandos solltest du mit deinem Bernhardiner immer wieder wiederholen und damit nicht aufhören, denn so förderst du auch seine Intelligenz.

5. Haltung des Bernhardiners

Foto: AS auf Pixabay

Der Bernhardiner benötigt genug Bewegung.

Auch wenn der Bernhardiner gern einmal faulenzt und sich nicht wirklich zum joggen eignet, benötigt er dennoch genug Auslauf und Platz. Das ist auch unbedingt für seine Gesundheit wichtig, dass er genug Bewegung erhält.

Das heißt, du solltest mehrmals täglich mit ihm rausgehen. Zudem sollte dein Zuhause auch genug Platz aufweisen, wie zum Beispiel eine große Wohnung mit Gartenanteil, wo er sich auch sonst draußen aufhalten kann. Oder natürlich ein Haus, das ihm genug Platz bietet.

Solltest du eine kleine Stadtwohnung haben, dann solltest du dir lieber keinen Bernhardiner zulegen, denn das würde ihm nicht gerecht werden.

Wenn du aber genug Platz hast und am besten noch ein Garten vor der Haustür liegt, dann könnte der Bernhardiner ein perfekter Hund für dich werden! Aber bitte informiere dich ggbf. vorab bei deinem Vermieter, ob du einen Hund halten darfst!

Zudem solltest du genug Zeit für deinen Bernhardiner haben und ihn nicht 8 Stunden am Tag allein zuhause lassen, weil du arbeiten musst.

6. Ernährung des Bernhardiner

Das Futter für deinen Bernhardiner solltest du natürlich seinem Alter entsprechend anpassen. So bekommt der Welpe ein spezielles Welpenfutter.

Das Welpenfutter sollte bedarfsgerecht mit genügend Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Energie angereichert sein.

Dadurch wird ein gesundes Wachstum deines Bernhardinerwelpen gesichert. Zudem solltest du ihm lieber mehrere kleine Portionen am Tag geben und viel frisches Wasser zur Verfügung stellen.

Das Futter eines ausgewachsenen Bernhardiners sollte sich nach seiner Aktivität, Größe und seinem Gewicht orientieren.

Wie du bereits weißt, ist der Bernhardiner kein Hund, der sich beispielsweise zum Joggen eignet, auch wenn er dennoch viel Auslauf benötigt. Ändere das Futter auf ein adultes Futter, welches seinen Bedarfen bezugnehmend auch mit Vitaminen und Spurenelementen angepasst ist.

Leckerlies sollten von der Tagesration an Futter abgezogen werden.

Quelle: Bernhardiner Ernährung: welches Futter ist das beste? | zooplus

Wird dein Bernhardiner dann älter, solltest du das Futter auch wieder entsprechend anpassen, denn er wird sich mit dem Alter auch weniger bewegen. Zudem verändert sich der Stoffwechsel des Bernhardiners.

Futter mit hohem Ballaststoffgehalt und reduziertem Fettgehalt eignet sich für ältere Bernhardiner.

Wichtig dabei ist, dass du sein Gewicht kontrollierst, da der Bernhardiner auch zu Übergewicht neigt und dies somit auf die Gelenke gehen kann.

7. Pflege des Bernhardiner

Wie du weißt, hat der Bernhardiner ein langes Fell und du denkst bestimmt, dass der Bernhardiner eine sehr zeitintensive Pflege benötigt. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen, benötigt der Bernhardiner tatsächlich eine intensivere Pflege.

Bürste deinen Bernhardiner täglich, um Verfilzungen im Fell zu vermeiden.

Zumindest bei den Langhaar-Bernhardiner solltest du das Bürsten regelmäßig vornehmen. Am wichtigsten ist das tägliche Bürsten, wenn er seinen Fellwechsel hat. Dieser ist im Frühling und im Herbst.

Kontrolliere regelmäßig die Augen, Ohren und Pfoten.

Die Augen und Ohren solltest du wirklich regelmäßig auf Dreck hin kontrollieren, damit sich keine Entzündungen bilden. Sollte Dreck vorhanden sein, kannst du diesen mit einem feuchten warmen Tuch entfernen.

Die Krallen der Pfoten solltest du auch ggbf. schneiden, sollten diese zu lang sein. Traust du dich nicht, kannst du das auch von deinem Tierarzt machen lassen.

Wenn du die tägliche Pflege deines Bernhardiners beachtest, trägst du einen großen Beitrag zu seiner Gesundheit bei!

8. Krankheiten des Bernhardiners

Foto: Sven Lachmann auf Pixabay

Auch der Bernhardiner hat ein erhöhtes Risiko, an Erbkrankheiten zu erkranken. Um dir die wichtigsten aufzuzeigen, habe ich dir nachfolgend einmal aufgeführt:

En- und EktropiumBei dieser Krankheit hat der Bernhardiner hängende und eingerollte Augenlider, wodurch ein erhöhtes Entzündungsrisiko der Augen besteht.
EllenbogendysplasieHierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der ein nicht richtig verknöcherter Knorpel ablöst und im Gelenk ablagert, wodurch Arthrose und Entzündungen entstehen.
HüftgelenksdysplasieHierbei handelt es sich um eine Deformation des Hüftgelenks.
MagendrehungIsst dein Bernhardiner etwas und tobt direkt im Anschluss rum, kann er eine Magendrehung erleiden, was tödlich für ihn enden kann. Daher ist es wichtig, dass er sich nach dem Fressen erst einmal ausruht, bevor er herumtollt.
Neigung zu OsteosarkomenDies ist eine Erbkrankheit, bei der es sich um eine Neigung zu Knochenkrebs handelt.

Durch eine ausgewogene und deinem Bernhardiner angepasste Ernährung und viel Bewegung, kannst du aber dafür sorgen, dass du diesen hier aufgelisteten Krankheiten entgegenwirkst, sodass diese erst gar nicht auftreten werden.

9. Bernhardiner als Familienhund?

Definitiv Ja!

Durch seine liebevolle, sanftmütige und ruhige Art ist er auch sehr geduldig mit Kindern, was in einer Familie sehr wichtig ist. Er möchte gerne von seiner Familie umgeben und bei allem mit dabei sein.

Dennoch ist es wichtig, dass du deinen Bernhardiner schon im Welpenalter gut erziehst, damit er sowohl auf dich, als auch auf deine Kinder gut hört, gerade auch, wenn ihr Besuch habt oder draußen spazieren geht. Die Kommandos sollte er schon wissen und umsetzen können.

Dies ist gerade im Umgang mit Kindern sehr wichtig.

Der Bernhardiner beschützt seine Familie und auch die Kinder in der Familie.

Auch wenn du kleine Kinder hast, brauchst du dir keine Gedanken zu machen, denn der Bernhardiner ist eher ein Beschützer und sehr geduldig in dem Umgang mit kleinen Kindern im Gegensatz zu anderen Hunderassen.

Aber bitte vergiss auch nicht, dass du deinen Kindern im Umgang mit dem Bernhardiner Grenzen setzt und es auch als deine Aufgabe siehst, dass der Bernhardiner geschützt werden muss, selbst wenn er so geduldig ist.

Der Bernhardiner fühlt sich aber sehr wohl in einer großen Familie mit Kindern!

10. Kosten des Bernhardiners

Auch die Kosten solltest du vor Augen haben, bevor du einen Bernhardiner bei dir aufnimmst. Denn nichts ist schlimmer, als wenn du später von den Kosten überrascht wirst und diese nicht mehr tragen kannst und als Konsequenz deinen Vierbeiner wieder abgeben musst. Und das wäre nicht nur für dich schlimm, sondern auch für deinen Bernhardiner!

Ein Bernhardiner kostet vom Züchter circa 1000Euro.

Das ist wirklich viel Geld, aber solltest du einen günstigeren Züchter finden, schaue dir diesen bitte vorher genau an, denn es kann sein, dass er die Zuchttiere nicht wirklich gut behandelt. Wichtig ist, dass du ein solches Verhalten nicht unterstützt, indem du einen Welpen von diesem kaufst.

Neben dem Kaufpreis ist es noch wichtig, dass du die Kosten für die Erstausstattung mit einrechnest. Hier solltest du circa 200Euro mit einplanen. Auch das tägliche Futter für deinen Bernhardiner kostet circa 50 Euro monatlich. Diese Kosten sind natürlich abhängig von den Produkten, die du verwendest.

Auch die Tierarztkosten solltest du nicht vergessen, denn dein Bernhardiner sollte auch regelmäßig eine Wurmkur oder Impfungen erhalten. Hier musst du mit Kosten in Höhe von circa 200 Euro im Jahr rechnen. Nicht zu vergessen die Tierarztkosten, die du noch zahlen musst, wenn dein Bernhardiner mal krank ist!

Zudem fallen noch Versicherungskosten und Steuern an.

Aber neben all diesen Kosten, bietet dir der Bernhardiner einen absoluten Mehrwert, wodurch sich die Übernahme dieser Kosten definitiv lohnt!

Fazit

Wie du jetzt vielleicht erkennst, ist der Bernhardiner ein absoluter liebevoller und umgänglicher Hund, der sich gern in seiner Familie aufhält und alles miterleben möchte.

Durch seine ruhige und geduldige Art eignet er sich zudem auch für eine Familie mit kleinen Kindern. Dennoch solltest du auch deinen Kindern den richtigen Umgang mit dem Bernhardiner erklären, um auch ihn zu schützen.

Zudem ist es wichtig, dass du auf die richtige Ernährung deines Bernhardiners achtest, sodass die Erbkrankheiten gar nicht auftreten werden.

Wenn du diese Dinge aber beachtest und ein großes Zuhause mit viel Platz sicherstellen kannst, wirst du von dem Bernhardiner mit seiner liebevollen Art bereichert werden!