Golden Retriever als Familienhund – ein Ratgeber!

5. April 2021 0 Von Jenny
Foto: JacLou DL auf Pixabay

Du möchtest gern einen Hund bei dir aufnehmen, um nicht mehr alleine zu sein? Oder vielleicht wünscht du dir einfach einen Hund, der dich und deine Familie bereichert. Ein treuer Freund, der gern dein täglicher Begleiter ist, so wie ein Golden Retriever!

Ganz ehrlich, ich kann dich sehr gut verstehen. Ein Hund ist wirklich ein sehr toller Lebensbegleiter. Ich selbst bin durch meine Familie immer umgeben von Hunden und kann dir versichern, ein Hund ist eine Bereicherung fürs Leben.

Aber du solltest dich vor der Aufnahme des Golden Retrievers auch über alle Eigenschaften informieren, um zu wissen, ob der Golden Retriever die richtige Hunderasse für dich ist.

Zudem solltest du wissen, welche Kosten auf dich zukommen und damit meine ich nicht nur den Kaufpreis eines Golden Retrievers, sondern auch die immer wiederkehrenden Kosten, die dich monatlich begleiten werden.

Aus diesem Grund zeige ich dir 10 Dinge, die du vor deinem Kauf eines Golden Retrievers wissen solltest! Denn so kannst du herausfinden, ob der Golden Retriever auch zu dir und deinem Leben passt!

Inhaltsverzeichnis  
1. Der Ursprung des Golden Retrievers
2. Aussehen des Golden Retrievers
3. Charakter des Golden Retrievers
4. Erziehung des Golden Retrievers
5. Haltung des Golden Retrievers
6. Ernährung des Golden Retrievers
7. Pflege des Golden Retrievers
8. Krankheiten des Golden Retrievers
9. Golden Retriever als Familienhund
10. Kosten des Golden Retrievers
Fazit

1.Der Ursprung des Golden Retrievers

Wusstest du, dass der Ursprung des Golden Retrievers lange Zeit unsicher war? Erst im Jahre 1952 wurden Zuchtbuchaufzeichnungen des Züchters Dudley Majoribanks gefunden.

Majoribanks paarte 1864 seine Golden Retriever, welche ein gelbes, welliges Fell hatten, mit einem Tweed Water Spaniel.

Quelle: Golden Retriever – Wikipedia

Später kreuzte er diese noch weiter mit einem Tweed Water-Spaniel, zwei schwarzen Retrievern und einem Irish Red Setter.

Aber erst im Jahre 1913 wurde die Rasse unter dem Namen goldener Retriever anerkannt, wobei der Name der Rasse im Jahre 1920 dann zum heutigen Golden Retriever umbenannt wurde.

Aufgrund des Wesens ist der Golden Retriever gerade auch seit den 1990er Jahren sehr populär geworden, weil er auch für Fernsehsendungen geeignet ist. Vielleicht kennst du ja den Film „Enzo und die wundersame Welt der Menschen“ aus dem Jahre 2019. Und das ist nur ein Beispiel!

Wie du siehst, ist der Golden Retriever schon seit längerem sehr populär und das nicht nur als TV-Hund, sondern auch als Familienhund, wie du im weiteren Verlauf sehen wirst. Aber zunächst einmal zeige ich dir die Eigenschaften des Aussehens des Golden Retrievers.

2. Aussehen des Golden Retrievers

Foto: Miss Summer auf Pixabay

Natürlich solltest du neben den Eigenschaften des Golden Retrievers auch sein Aussehen kennen. Wundere dich nicht, wenn du dir einen Golden Retriever Welpen zulegst und dieser hat am Anfang eine weiße Farbe.

Die goldene Farbe des Golden Retrievers entwickelt sich erst in den ersten Lebensjahren.

Am besten informierst du dich beim Züchter, welche Farben die Eltern deines Golden Retriever Welpens haben, denn dann kannst du abschätzen, wie dein Golden Retriever später aussehen wird.

Zudem solltest du dir über die folgenden Eigenschaften bezugnehmend auf das Aussehen des Golden Retrievers im Klaren sein, die ich dir in der folgenden Tabelle einmal übersichtlich darstelle:

FellfarbeGolden, cremefarben, als Welpe meistens weiß
GrößeAusgewachsen erreicht der Golden Retriever eine Widerristhöhe von 51-61cm
Gewicht27-36kg
FellGlatt bis gewellt, dichte Unterwolle, die den Golden Retriever vor dem Eindringen von Wasser schützt, langes Deckhaar im Bauch-, Brust-, Schwanz- und Vorderläufenbereich

Wie du erkennen kannst, handelt es sich bei einem Golden Retriever um eine große Hunderasse. Also wenn du gern einen großen Begleiter in deinem Leben möchtest, dann ist der Golden Retriever genau der richtige für dich!

3. Charakter des Golden Retrievers

Der Golden Retriever ist ein offener, zutraulicher und liebenswürdiger Begleiter.

Und das kann ich dir aus eigener Erfahrung auch versichern. Denn diese Hunderasse wurde zwar in seinem Ursprung als Jagdhund zunächst gezüchtet, aber dies merkt man ihm gar nicht mehr an.

Mit den Jahren hat er sich zu einem sehr liebevollen und treuen Begleiter entwickelt, der auch sehr gut hört und sich somit auch als Familienhund eignet. Seine liebevolle Art ist auch dem geschuldet, dass er es seinem Frauchen oder Herrchen einfach immer Recht machen und ihm gefallen möchte.

Der Golden Retriever strahlt Arbeitsfreude und eine Bereitschaft zur Unterordnung aus.

Quelle: Golden Retriever – Wikipedia

Zudem verträgt er sich gut mit seinen Artgenossen und ist insgesamt auch eine sehr gute Rasse für dich, wenn es dein erster Hund sein soll, dem du ein gutes Zuhause schenken möchtest.

Also mache dir keine Gedanken, wenn du bisher noch keinen Hund hattest, denn der Golden Retriever ist als Anfängerhund perfekt geeignet!

4. Erziehung des Golden Retrievers

Foto: JacLou DL auf Pixabay

Auch wenn der Golden Retriever so gezüchtet wurde, dass er es seinem Frauchen oder Herrchen immer Recht machen möchte, solltest du dir aber im Klaren sein, dass er dennoch seinen Ursprung in der Jagd hatte.

Der Golden Retriever benötigt eine konsequente Erziehung.

Das heißt, dass du, auch wenn du den Welpen süß findest und es vielleicht nicht übers Herz bringst, ihm etwas zu verbieten, dir darüber im Klaren sein musst, dass er diese Dinge, die er als Welpe schon nicht gelernt hat, dann auch als ausgewachsener Hund macht. Darf er beispielsweise nicht auf die Couch, dann bringe es ihm auch bereits von Anfang an bei.

Denn auch der Golden Retriever braucht eine konsequente Erziehung, die du aber mit einer ruhigen und liebevollen Vorgehensweise durchsetzen solltest. Das heißt, bringe ihm beispielsweise in Ruhe und liebevoll zuerst in deinem Haus oder deiner Wohnung das Kommando „Sitz“ bei. Wenn das gut funktioniert, dann probiere es auch draußen aus.

Aber beachte, draußen gibt es viel mehr Ablenkungen für deinen Golden Retriever – andere Menschen, Tiere, Hunde, Autos und noch viel mehr. Wichtig ist, dass du deinen Golden Retriever so erziehst, dass er trotz der Ablenkungen auf dich hört.

Und vergiss dabei nicht, ihn auch ausreichend zu loben, denn sonst verliert er die Motivation!

Zu guter Letzt solltest du auch nicht vergessen, dass du mit ihm immer die geübten Kommandos wiederholst, damit er sie auch nicht vergisst.

5. Haltung des Golden Retrievers

Der Golden Retriever benötigt genug Bewegung und Auslauf.

Dies ist ein wirklich wichtiger Punkt, den du beachten solltest. Denn aufgrund seiner Größe und seiner Statur, braucht der Golden Retriever wirklich sehr viel Bewegung und das täglich!

Am besten ist es, wenn du auch bei dir zuhause genug Platz hast, denn der Golden Retriever passt nicht in eine kleine Stadtwohnung, in der er sich kaum bewegen kann. Dies wäre auch nicht gut für seine Gesundheit!

Ideal wäre natürlich, wenn du eine große Wohnung mit Balkon oder Garten hättest oder natürlich ein Haus, wo er ständig auch die Möglichkeit hat, in den Garten gehen zu können. Aber auch das reicht natürlich noch nicht aus.

Gehe mit ihm mehrmals täglich spazieren, um seinem Bewegungsdrang gerecht zu werden.

Neben seinem Bewegungsdrang solltest du aber auch wissen, dass der Golden Retriever sehr gern in der Nähe seiner Familie ist. Natürlich kann ein ausgewachsener Golden Retriever auch einmal ein paar Stunden allein zuhause verbringen. Aber das sollte nicht jeden Tag für viele Stunden so sein!

Insgesamt ist wichtig, dass du genug Platz bei dir hast, natürlich eine Hundehaltung erlaubt ist und du genug Zeit für deinen Vierbeiner hast!

6. Ernährung des Golden Retrievers

Foto: Jagdprinzessin auf Pixabay

Neben der Bewegung und der Haltung, spielt natürlich auch die richtige Ernährung bei deinem Golden Retriever eine große Rolle, damit er auch immer gesund bleibt und du viele Jahre etwas von ihm hast.

Der Golden Retriever sollte entweder Trocken- oder Nassfutter entsprechend seinem Alter erhalten.

So gibt es für jedes Hundealter das entsprechende Futter, welches auch gekennzeichnet ist. Beispielsweise Welpenfutter, Futter für ausgewachsene Hunde und für Senior Hunde. Gerade bei Welpen ist es wichtig, dass du darauf achtest, ob er das Futter auch verträgt, denn Golden Retriever neigen oft zu Allergien und Unverträglichkeiten.

Zudem ist der Golden Retriever leider eine Hunderasse, die zu Übergewicht neigt. Das heißt, du solltest immer darauf achten, dass du die Fütterungsempfehlungen des Herstellers beachtest. Sollte dein Golden Retriever dann doch übergewichtig werden beziehungsweise merkst du, dass er immer mehr zunimmt, dann reduziere das Futter oder greife zu kalorienarmen Sorten. Auch ein Knochen oder Leckerlies, die du ihm beispielsweise bei eurem gemeinsamen Training gibst, solltest du mit bei der Ernährung und Futtergabe beachten.

Wenn du aber immer auf die richtige Ernährung achtest und das Gewicht deines Golden Retrievers im Blick hältst, dann sollte es deinem Vierbeiner immer gut gehen.

7. Pflege des Golden Retrievers

Du denkst dir bestimmt, dass bei einem so langen Fell, wie es bei dem Golden Retriever der Fall ist, eine vielfältige Pflege notwendig ist. Aber da kann ich dich erst einmal beruhigen!

Der Golden Retriever sollte einmal wöchentlich und während des Fellwechsels einmal täglich gebürstet werden.

Quelle: Golden Retriever: Rassemerkmale, Erziehung, Pflege & Ernährung (deutsche-familienversicherung.de)

Das hättest du bestimmt nicht gedacht, oder? Es reicht wirklich aus, wenn du ihn außerhalb des Fellwechsels nur einmal in der Woche bürstest. Und sollte dann doch einmal etwas Hartnäckiges im Fell sein, dann bade ihn mit Hundeshampoo.

Zudem solltest du aber auch seine Augen, Ohren und Zähne überprüfen und diese ggbf. mit einem weichen, feuchten Tuch reinigen, damit diese sich nicht entzünden. Auch die Krallen solltest du immer wieder kontrollieren und entsprechend stutzen, wenn diese zu lang sein sollten.

Beachte bitte, dass eine richtige Pflege deines Golden Retrievers auch eine große Rolle bei seiner Gesundheit spielt!

8. Krankheiten des Golden Retrievers

Leider ist auch der Golden Retriever nicht vor allen Krankheiten geschützt. Auch Erbkrankheiten belasten diese Rasse, obwohl er wirklich eine hohe Lebenserwartung hat. Die wichtigsten Krankheiten habe ich dir einmal in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

FuttermittelallergieGerade auch bei Golden Retriever Welpen zeigt sich häufig eine Futtermittelallergie in Form von Juckreiz oder Magen Darm Problemen. Lass dieses vom Tierarzt abklären und ändere das Futter dann entsprechend.
EllenbogendysplasieHierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der ein nicht richtig verknöcherter Knorpel ablöst und im Gelenk ablagert, wodurch Arthrose und Entzündungen entstehen. Wenn du aber auf die Ernährung und ausreichend Bewegung achtest, dann ist dies hilfreich, dass diese Form nicht begünstigt wird.
HüftgelenksdysplasieHierbei handelt es sich um eine Deformation des Hüftgelenks. Um dies entgegenzuwirken, solltest du auf eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung deines Golden Retrievers achten.

Wie du siehst, kannst du selbst viel tun, um diesen Krankheiten bei deinem Golden Retriever vorzubeugen, indem du auf eine gesunde Ernährung und viel Bewegung achtest.

9. Golden Retriever als Familienhund?

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Die Frage, ob sich ein Golden Retriever als Familienhund eignet, kann ich dir direkt mit Ja beantworten!

Aufgrund seiner Eigenschaften und seinem ruhigen und liebevollen Wesen, eignet er sich nicht nur als Anfängerhund, sondern natürlich auch als Familienhund. Aber wenn du kleine Kinder hast, solltest du darauf achten, dass sie ihn auch mit dem nötigen Respekt behandeln.

Denn nicht nur deine Kinder sollten geschützt werden, sondern auch dein Golden Retriever sollte geschützt werden. Zudem lasse generell kleine Kinder nie mit Tieren alleine, weil sie erst den richtigen Umgang mit Tieren lernen müssen. Und natürlich auch den respektvollen Umgang mit Tieren.

Aber insgesamt eignet sich der Golden Retriever definitiv als Familienhund und er freut sich auch über eine liebevolle Familie, zu der er gehören kann!

10. Kosten des Golden Retrievers

Ein wichtiger Punkt bei der Anschaffung eines Golden Retrievers sind natürlich auch die Kosten. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man sich einen Golden Retriever zulegt und kann hinterher die Kosten nicht bezahlen und muss ihn wieder abgeben.

Denn du übernimmst ja schließlich die Verantwortung für deinen neuen Vierbeiner.

Ein Golden Retriever vom Züchter kostet zwischen 650 bis 2000Euro.

Diese Kosten solltest du im Blick haben. Neben dem Anschaffungspreis spielen natürlich noch die monatlichen Kosten eine große Rolle, die ich dir nachfolgend aufgelistet habe:

  • Erstausstattung: je nach Produkten zwischen 150 bis 350 Euro.
  • Tierarztkosten: Der Golden Retriever muss immer wieder eine Wurmkur oder Impfungen erhalten. Hier musst du mit Kosten i.H.v. bis zu 200Euro im Jahr rechnen.
  • Hundefutter: ca. 50Euro je nach Produkten

Bei diesen Kosten sind die Versicherungskosten, die Steuern und die Tierarztkosten, die anfallen, wenn dein Golden Retriever mal krank ist, noch nicht eingerechnet.

Aber neben all diesen Kosten wird dir dein Vierbeiner so viel zurückgeben mit seiner liebevollen Art!

Fazit

Wie du siehst, ist der Golden Retriever definitiv ein liebevoller Hiúnd, der es dir recht machen will. Er lernt sehr schnell, jedoch solltest du dabei auch sehr konsequent bleiben, aber mithilfe der positiven Verstärkung wie viel Lob und Leckerlies. Denn dann macht es euch beiden Spaß!

Auch als Familienhund ist er sehr geeignet, weil er auch mit Kindern gut zurecht kommt. Zudem ist er mit seinen Artgenossen sehr gut verträglich.

Wenn du auf eine gesunde Lebensweise deines Golden Retrievers achtest, dann kannst du auch den erblich bedingten Krankheiten vorbeugen, sodass du sehr lange etwas von deinem neuen treuen Begleiter haben wirst.

Ich kann dir den Golden Retriever auf jeden Fall als Hunderasse empfehlen!