Wie bringe ich meinem Hund Kommandos bei?

Wie bringe ich meinem Hund Kommandos bei?

23. Mai 2022 1 Von Jenny

Hast du einen Welpen bei dir zuhause aufgenommen und du findest, es wird so langsam Zeit, ihm einige Kommandos beizubringen, damit er nicht immer an der Leine zieht, wenn ihr spazieren geht oder du auch mit ihm mal ins Restaurant gehen kannst, ohne, dass er jedes Mal versucht, jeden Restaurantbesucher, der reinkommt oder gar den Kellner zu begrüßen?

Mithilfe der klassischen Konditionierung und viel Übung ist das wirklich einfach, deinem Hund die ersten Kommandos beizubringen.

Hierbei möchte ich dir sehr gern helfen und dir zeigen, wie du deinem Welpen die ersten Kommandos sehr einfach beibringen kannst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Kommandos sind bei einem Hund wichtig?
  2. Klassische Konditionierung
  3. Viel Übung und Kontinuität
  4. Weitere Fragen und Antworten

1. Welche Kommandos sind bei einem Hund wichtig?

Natürlich kannst du deinem Hund alles mögliche an Kommandos beibringen. Vielleicht hast du auch schon einmal im Zirkus oder im Fernsehen Hunde gesehen, die durch Ringe springen, eine Rolle machen oder von Gegenstand zu Gegenstand springen.

Aber wenn man ehrlich ist, braucht ein normaler Hund diese Kommandos nicht wirklich. Wichtiger sind solche Kommandos, die euch beim spazieren gehen, beim Treffen anderer Menschen und auch Hunde sowie auch bei Ausflügen helfen.

Hierzu zählen die folgenden Kommandos, mit denen du auch zusammen mit deinem Vierbeiner anfangen solltest:

  • Sitz
  • Platz
  • Bei Fuß
  • Aus (oder Nein)
  • Hier (dein Hund soll direkt zu dir kommen)
  • Stopp

Diese drei Kommandos sind für den Anfang die Wichtigsten, denn wenn dein Hund diese kann und er auf dich hört, dann stehen euch entspannte Spaziergänge und auch Restaurantbesuche oder Ausflüge nicht mehr im Weg.

2. Klassische Konditionierung

Jetzt fragst du dich bestimmt, wie du deinem Hund diese Kommandos am besten und schnellsten beibringen kannst.

Ein Weg ist die klassische Konditionierung.

“Unter der klassischen Konditionierung wird das Erlernen einer bestimmten Reaktion eines Tieres (oder eines Menschen) auf einen bestimmten Reiz verstanden. “

Quelle: Klassische Konditionierung • Pawlowscher Hund und Beispiele · [mit Video] (studyflix.de)

Um es so zu verdeutlichen: Zuerst zeigst du deinem Hund ein Leckerli. Automatisch wird bei ihm dann der Speichelfluss angeregt. Anschließend versuchst du deinem Hund zu zeigen, wie beispielsweise das Kommando Sitz gemacht wird ohne, dass er etwas dafür bekommt. Er wird keine Reaktion zeigen.

Dann verbindest du den Stimulus (das Leckerli) mit dem neutralen Stimulus (Kommando Sitz), indem du ihm zeigst, wenn er Sitz macht erhält er ein Leckerli. Bei deinem Hund wird der Speichelfluss dann wieder angeregt.

Nach einigen Malen kannst du es dann ausprobieren, ob dein Hund dann auch das Kommando Sitz ausführt ohne ein Leckerli dafür zu bekommen. Natürlich wird er es erwarten, aber dann siehst du, dass er es gelernt hat. Anstatt eines Leckerlis solltest du dann aber auch daran denken, dass du ihn ausgiebig lobst.

Mithilfe dieser klassischen Konditionierung kannst du alle Kommandos mit deinem Hund erlernen.

3. Viel Übung und Kontinuität

Natürlich bringt dir und deinem Vierbeiner keine klassische Konditionierung etwas, wenn ihr es nicht täglich übt.

“Viel Übung und Kontinuität sind wichtig”

Dein Hund kann es nur so gut lernen, wenn du die Kommandos immer wieder und das mehrmals täglich mit ihm übst und darin eine Kontinuität reinbringst.

Diese Zeit müsst ihr euch täglich einfach nehmen. Aber hinterher wirst du es merken, dass es für euch beide entspannter ist, wenn ihr spazieren geht und/oder andere Menschen treffen werdet und dein Vierbeiner auf dich hört. Auch gerade wenn er Bei Fuß kann und sich nicht von anderen Artgenossen oder Menschen ablenken lässt, wird es für euch beide eine Erleichterung darstellen und auch dein Hund wird viel entspannter sein.

Und vielleicht schafft ihr es auch soweit, dass du mit deinem Vierbeiner Fahrradfahren oder Joggen gehen kannst ohne, dass er sich ablenken lässt.

4. Weitere Fragen und Antworten

In welchem Alter lernt mein Hund am besten?

Dein Hund lernt am besten ab einem Alter von sechs bis sieben Monaten. Ab diesem Alter kann dein Vierbeiner bereits die Grundkommandos sehr gut erlernen.

Kann man seinen Hund noch mit einem Jahr erziehen?

Ja. Ein Hund lernt sein Leben lang und es ist nur zu spät für die Hundeerziehung, egal in welchem Alter. Es sollte nur immer eine Kontinuität reingebracht und keine Ausnahmen gemacht werden, damit dein Vierbeiner eine klare Linie erhält.

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